ZEITSPIEL

Magazin für Fußball-Zeitgeschichte

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Zeitspiel-Ausgabe #19: Großstadtfußball

Wilde Zeiten, in denen hochbezahlte Geister über die Spielfelder der Profiligen hetzen. Corona hat auch den Fußball fest im Griff, und während „der da oben“ schon wieder funktioniert und die üblichen Gewinner produziert, steht „unten“ noch alles still. Wann wieder Wettkampfsport ausgetragen wird in den Kreis- und Bezirksligen steht in den Sternen. Jugendfußball ist immerhin schon wieder im Training möglich, doch vor allem in den Metropolen und Großstädten fehlt vielen Kindern, Jugendlichen, Männern wie Frauen und natürlich auch Alten Herren und Damen ihr liebstes Freizeitvergnügen. Von den Groundhoppern ganz zu schweigen, die pulken sich aktuell in Tschechien, wo ein Stückweit „Normalität“ herrscht.

Während Corona das Land in Lockdown nahm haben wir uns dem großen Thema „Großstadtfußball“ gewidmet. Fußball wurde in den 1880er Jahren geboren in den Städten, und dort wuchs er auch zu seiner heutigen Größe. Dabei bildeten sich viele Facetten heraus, zeigte sich, welch immense Bedeutung Fußball als aktives Spiel sowie als Zuschauersport für das gesellschaftliche Wohlbefinden hat. Wir haben uns ein paar dieser Schauplätze mal genauer angeschaut und verglichen, wie es ist und vor allem: warum es so ist. Unsere Reise führte uns nach Berlin, Hamburg, Frankfurt, München, Hannover, Wuppertal, Ludwigshafen, Bonn, Stuttgart, das Ruhrgebiet, Buenos Aires, Wolfsburg, Nürnberg, Köln sowie Bremen, wo wir sehr unterschiedliche Fußballstrukturen und Traditionen – auch im höherklassigen Fußball – vorgefunden haben.

Unser Leitartikel ist einerseits eine Erinnerungsreise in Zeiten, als ein BBC Südost noch ein beliebter Kreuzberger Kultklub war und Lichtenberg 47 als leicht aufmüpfiger Kiezverein direkt vor Mielkes Stasigebäude residierte, andererseits eine Hommage an den Fußball und seine Vielfalt. So wie in Stuttgart, wo wortwörtlich im Schatten des VfB-Stadions zahlreiche kleine Vereine erblühen, in Hamburg, wo man schon vor der Jahrhundertwende das Mäzenatentum im Fußball erfand, in Frankfurt, der „Fußballstadt der Frauen“, in München, wo Fußball auf den zahlreichen Bolzplätzen eine hohe Schule der sozialen Kompetenz darstellt oder in Hannover, wo Fußball gelebte Integration ist. Es ist jener Fußball, aus und mit dem wir wohl alle irgendwie leben.

Natürlich geht es auch um die großen Klubnamen und Spieler, denn es waren und sind die Großstädte, in denen die großen Erfolge gefeiert werden. In den 1920ern war es die Hochburg Nürnberg-Fürth, die 1950er gehörten dem Ruhrgebiet und die Bundesliga ist seit ihrer Gründung 1963 fest in den Händen der Großstädte.

Corona hat auch uns in Atem gehalten und dafür gesorgt, dass unsere Ausgabe #19 eine etwas ungewöhnliche Struktur bekommen hat. Der Legendenbesuch – geplant war Pirmasens – musste mangels Spielen entfallen, und auch die vielen kleinen und großen Neuigkeiten aus dem Unterbau blieben zwangsläufig aus. Wir haben die bereits kurz nach Beginn des Lockdowns einsetzende Diskussion um die Frage nach der Zukunft des (Profi-) Fußballs daher genutzt und eine Zukunftswerkstatt ins Leben gerufen, in der wir mit euch allen in die Diskussion gegangen sind und auch ein bisschen geträumt haben. Fazit: Ein anderer Fußball ist möglich – wenn wir ihn wollen!

Was sonst noch im Heft ist? Allerlei! Eine musikalische Reise nach Japan, ein aufregender Ausflug in die Geschichte und Gegenwart des Fußballs in Irland, Oligarchen in Bulgarien, eine Werkself im Trikot der deutschen Nationalmannschaft, leichtes Chaos bei der Frage nach dem Umgang mit der Saison 2019/20 im Unterbau der Profiligen, Berichte von Altona 93, Barmbek-Uhlenhorst und TuS Haltern sowie natürlich ganz viel von diesen Dingen, die wir am Fußball so lieben.

Ausgabe #19 mit dem Schwerpunkt „Großstadtfußball“ kann ab sofort direkt über unseren Shop bezogen werden. Als Einzelausgabe für 7,80 Euro, im Abo für 7 Euro oder im Testabo mit zwei Ausgaben ebenfalls für 7 Euro (Preise Ausland siehe Shop). Die Auslieferung erfolgt ab Mitte nächster Woche. Zeitspiel gibt es nicht im Zeitschriftenhandel sondern nur bei uns im Shop.

Ein Hinweis noch an alle Abonnenten, die sich fragen, ob ihr Abo ausgelaufen sein könnte: Wir schicken an diejenigen, bei denen dies der Fall ist, bis zum Wochenende per E-Mail einen Reminder. Solltet ihr also nichts hören, ist alles okay und ihr könnt euch auf die #19 freuen.

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