ZEITSPIEL

Magazin für Fußball-Zeitgeschichte

Leitartikel Ausgabe #17: „70 Jahre DDR-Oberliga“

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„70 Jahre DDR-Oberliga“. Okay, das war dreist von uns. Natürlich stimmt das im Wortsinne nicht. Und doch stimmt es. Denn im September 1949 nahm östlich der Elbe eine Fußball-Liga ihren Spielbetrieb auf, die sich tief in das Gedächtnis vieler Menschen gegraben hat. Und auch 70 Jahre danach noch fortwirkt. Selbst wenn das auf den ersten Blick schwer zu erkennen ist. So hieß der erste DDR-Fußballmeister im Frühsommer 1950 ZSG Horch – und dessen Erbe wird heute vom FSV Zwickau e.V. gepflegt.
In unserem Leitartikel „70 Jahre DDR-Oberliga“ haben wir die Fäden der Vergangenheit mit denen der Gegenwart verknüpft. Erinnern an große Fußballtage, analysieren  den Sonderweg, den der DDR-Fußball ging, versuchen uns an einer Einordnung. Und geben der DDR-Oberliga den Raum, den sie verdient. Denn die Interpretation der deutschen Fußballgeschichte ist geprägt von der bundesrepublikanischen Sicht. Die DDR nimmt in der Rückblende oft nur eine Nebenrolle ein. Magdeburg mit dem einzigen Europapokalsieg des Landes 1974, das legendäre Sparwasser-1:0 von Hamburg, eine Handvoll Namen wie Sammer, Streich oder eben Sparwasser haben Einzug gefunden ins kollektive Fußballgedächtnis der Nation. Ansonsten stehen da ein Bündel von Problemen, ganz viel Politik und Stasi sowie lustige Klubnamen, sind die DDR und ihre Oberligageschichte bestenfalls Fußnoten in der großen deutschen Fußballgeschichte
70 Jahre nach den ersten Oberligaspielen im September 1949 ist es an der Zeit, sich zu erinnern und zu forschen, was geblieben ist vom ehemaligen Oberhaus der DDR.
 
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