ZEITSPIEL

Magazin für Fußball-Zeitgeschichte

In eigener Sache: Von der Magie des Magazinmachen

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Mal etwas in eigener Sache. Der Magazinmarkt ist ziemlich hartumkämpft, und mit einem Printmagazin an den Start zu gehen hat uns vor vier Jahren allerlei mitleidiges Kopfschütteln beschert. „Schöne Idee, wir geben Euch ein Jahr, dann seid ihr wieder weg“, waren die durchaus wohlwollenden Rückmeldungen aus allerlei Richtungen. Nun, inzwischen geht die Ausgabe #14 auf die Zielgerade (erscheint Ende März), und wir denken gar nicht daran, wieder „weg“ zu sein.

 

Warum wir dies hier schreiben? Gestern kam die neue Ausgabe des vorzüglichen Bike Adventure-Magazins auf den Markt, das 2017 relauncht wurde. Ihr wisst vielleicht, dass unser Mitherausgeber Hardy Grüne auch ein Faible für Radfernreisen hat, deshalb ist er treuer Leser seit der ersten Ausgabe. Und musste nun im Vorwort lesen, dass es die letzte Ausgabe ist. Das Magazin wird nach nur sechs Ausgaben eingestellt, weil die Erwartungen im Werbebereich nicht erfüllt wurden.

 

Für uns durchaus ein Grund, ein bisschen stolz zu sein. Zum Beispiel auf unsere Entscheidung, den Vertrieb eigenständig zu übernehmen und uns nicht von Werbeeinnahmen abhängig zu machen, sondern von Euch Lesern. Denn Ihr finanziert uns mit jeder Einzelausgabe, jedem Abo, jedem Förderabo. Für uns war und ist dies ein sehr stimmiger Weg, nämlich ein Magazin, das sich der „Seele des Fußballs“ verschrieben hat aus genau dieser Seele auch finanzieren zu lassen.

 

Daher an dieser Stelle und bei dieser Gelegenheit mal ein ganz fettes DANKE SCHÖN an alle AbonenntInnen, Gelegenheitsleser, Förderabonisten und überhaupt SympathisantInnen. Lasst euch versichern, dass wir am Ball bleiben, solange ihr uns am Ball bleiben lasst (und helft uns gerne, noch bekannter zu werden, damit wir uns noch mehr auf unsere Ballarbeit konzentrieren können!).

Abschließend noch ein solidarischer Gruß an alle Macher von Bike Adventure: Danke für die sechs schönen Hefte, Glückauf!

Ein Kommentar

  1. Lieber Frank, lieber Hardy,

    der Dank ist ganz meinerseits. Euer unaufgeregtes, aber manchmal aufregendes und immer fachkompetentes Magazin soll auf keinen Fall wieder verschwinden, sondern – im Gegenteil – ein langes und erfülltes Leben haben. Nicht immer interessiert mich jedes Thema, nicht immer schaffe ich es, alles zu lesen. Insofern bin ich für die vierteljährliche Erscheinung ganz dankbar. Denn hin und wieder lese ich gefühlt fast das ganze Heft. Das geschafft zu haben, können nur ganz wenige Printmedien von sich sagen. Vor allem danke ich Euch dafür, dass ihr abseits des Mainstreams berichtet. Leider machen das immer weniger Medien.

    Ein Beispiel: Beim DFB-Amateurkongress gab es wahnsinnig viele Informationen und sehr spannende Vorschläge der Teilnehmenden. Doch was berichten 99 % der Medien? „Jogi Löw nerven die Spielermanieren.“ Schwalben und Simulieren zu kritisieren, ist zwar gut, aber irgendwie auch ein Allgemeinplatz. Da hätte ich mir dann doch gewünscht, mal was über die Befindlichkeiten an der Basis zu lesen. Aber so ist das Geschäft. Die Sat1- und BLÖDisierung hat auch vermeintlich seriöse Medien ergriffen. Nennt man wohl Zeitgeist. In diesem Sinne wünsche ich Euch, dass ihr gegen den Strom schwimmt und das von den Lesenden honoriert wird.

    Internationale Solidarität aus der Hauptstadt
    Gerd Thomas, FC Internationale Berlin 1980 e. V.

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