ZEITSPIEL

Magazin für Fußball-Zeitgeschichte

China: nicht nur Millionentransfers

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Der Brasilianer Oscar ist der bislang letzte in der Reihe prominenter Fußballer, der sich für einen Wechsel in die chinesische Super League entschieden hat. Sein aktuell im Netz kursierendes Statement drückt vieles von dem aus, was den Kommerzfußball heute ausmacht – egal, ob es nun tatsächlich von Oscar stammt oder es ihm „in den Mund gelegt“ wurde.

Dass China Spieler mit geradezu absurden Summen anlockt, um seine Liga aufzupimpen ist aber nur eine Seite der Entwicklung in einem Land, das sich seit Anfang 2015 im von der Politik gesteuerten fußballerischen Aufbruch befindet. Chinas neuer Fußballweg ist dabei ungeachtet der die Schlagzeilen beherrschenden millionenschweren Transfers ein nachhaltiger, der das Potenzial hat, den Welt- und vor allem Klubfußball grundlegend umzukrempeln. Warum das so ist, wo sich China im Fußball überall engagiert bzw. Verbindungen knüpft und was das für „unseren“ Fußball bedeutet, darüber berichten wir in unserer nächsten Ausgabe #7, die Ende Januar erscheinen wird.

oscar

2 Kommentare

  1. Mir geht es auch so, dass ich schon immer in China spielen wollte, weil ich die Liga dort schon seit vielen Jahren auf meinem kleinen Fernseher mit Feuereifer verfolge. Bei welchem Club? Das verrate ich, wenn ich den Vertrag unterschrieben habe.
    Aber im Ernst: Wo sonst findet man eine sportlich so anspruchsvolle Fußball-Liga? Das ist natürlich ein Traum, dort zu spielen. Die Kohle spielt da wirklich nur eine untergeordnete Rolle.
    Jetzt wirklich im Ernst: Vor zwei Jahren wollte ein chinesischer Millionär unseren Club kaufen, gleich zwei drei Trainer nach China transferieren, 100 Kinder in den Ferien zur Ausbildung nach Deutschland schicken. Als wir ihm sagten, dass wir kein Interesse hätten, konnte er das nicht wirklich nachvollziehen. Wir haben dann nie wieder etwas von ihm gehört. Aber es ist eine Frage der Zeit, wann der erste deutsche Club von Chinesen gekauft wird. Ich tippe mal auf Kickers Offenbach oder Alemannia Aachen. 1860 ist ja schon verkauft.

  2. leider steht das Fussballspielen nicht mehr im Vordergrund sondern nur noch das Geld – die Raffgier.

    Wo und wie das noch endet ?

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