ZEITSPIEL

Magazin für Fußball-Zeitgeschichte

Das Magazin

Zeitspiel ist das Magazin für die Ereignisse und Entwicklungen im Fußball, die in der gewöhnlichen Berichterstattung keine Berücksichtigung finden. Wir blicken einerseits nostalgisch auf die „gute alte Zeit“ zurück, begleiten andererseits den Fußball aber auch aktiv auf seinem Weg in die Gegenwart. Weniger wichtig sind uns Bundesliga und Champions League, WM und EM. Die überlassen wir ruhigen Gewissens weitestgehend anderen Magazinen – haben aber auch zugleich nicht umsonst den Zusatz „kann Spuren von Kommerz-Fußball enthalten“ auf unser Cover geschrieben.

Zeitspiel ist kein zufällig gewählter Name. Wer im Fußball auf Zeit spielt, will die Zeit „entschleunigen“, um etwas Erreichtes über die Zeit zu retten. Auch Zeitspiel will entschleunigen, um Erreichtes zu bewahren. In einem Lebensalltag, in dem uns die Bilder und Geschichten in immer schnellerer Taktung um die Ohren gehauen werden, wollen wir „auf Zeit spielen“ und absichtlich verlangsamen oder sogar anhalten, um Entspannungsräume zu schaffen, in denen man genauer hinschauen kann. Wir wollen und werden nicht „die Schnellsten“ sein sondern lieber mit Tiefe und Intensität auf die drängenden und aktuellen Themen des Fußballs reagieren.

Ganz im Sinne seines Namens spielt Zeitspiel „mit der Zeit“. In bester Erinnerungskultur blicken wir einerseits zurück, verbinden aber zugleich Vergangenheit und Gegenwart, denn uns geht es nicht um eine eindimensionale nostalgische Erinnerung im Sinne von „früher war alles besser“, sondern um einen lebendigen, traditionsreichen und vor allem überlebensfähigen Fußball, der sich selbstbewusst und zukunftsgerichtet auf seine Wurzeln und Traditionen beruft und damit eine klare Position im „modernen Fußball“ erreicht.

Wir wollen dabei nicht an der Oberfläche kratzen, sondern tief hineingehen in die Geschichte(n). Lange und ausführliche Texte mögen im rasanten Internetzeitalter nicht mehr zeitgemäß sein – bei Zeitspiel sind sie ein fester Bestandteil sein. Das betrifft vor allem den Zeitspiel-Schwerpunkt, in dem wir uns in jedem Heft intensiv mit einem besonderen Thema beschäftigen und es von verschiedenen Seiten beleuchten. Auch das Klubportträt „Legende“, unser Länderporträt in „Global Game“ sowie die historische Rubrik „Mottenkiste“ gehen in diesem Sinne sowohl in die Tiefe als auch in die Breite.

Zeitspiel will aber auch Dinge miteinander verbinden, die über den Sport hinausgehen. Fußball ist keine Insel sondern überall Teil der gesellschaftlichen und politischen Entwicklung. Wir wollen dem Rechnung tragen und den Fußball einbetten in eine Gesamtbetrachtung.

Streetwork in Montevideo.

Streetwork in Montevideo.

2 Kommentare

  1. Nachdem ich im Internet den Kommentar “ Anmerkungen zum Fall Gütersloh“ von Dietrich Schulze-Marmeling gelesen habe, wurde heute von mir das Magazin Zeitspiel zunächst für ein Jahr bestellt. Hervorragender und hervorragende Kommentare.
    Ich selbst arbeite für einen Sportverein seit ca 15 Jahren ehrenamtlich , der sich ganz erfolgreich in der Oberliga Westfalen hält, federführend in finanziellen Ange-
    legenheiten für diese Mannschaft mit. Zu gerne würde ich das Gebaren der Verbände untersuchen. Warum werden die Vereine nur immer belastet, werden aber über die tatsächlichen finanziellen Sachverhalte nicht unterrichtet. Hat schon jemals ein Verein einen Finanzbericht der Kreis- Unterverbands- und Verbandsebene gesehen ?? Warum gehört der Leichtathletikverband nicht mehr zum Westdeutschen Fußballverband (richtig so) aber wohl noch zum Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen ?? All diese Sachen würde ich gern mal im einem Journalisten besprechen.

    • Hallo Herr Berning. Vielen Dank für den Kommentar. Mailen Sie uns doch bitte mal Ihre Kontaktdaten an redaktion at zeitspiel-magazin.de, dann können wir uns besser austauschen. Schönen Gruß, Hardy Grüne

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