ZEITSPIEL

Magazin für Fußball-Zeitgeschichte

17. Dezember 2018
von Hardy Gruene
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Besprechung des Montevideo-Buch im „Kicker“

Grade erreicht uns eine sehr wohlwollende Besprechung des Buches „Montevideo – Eine Reise in das Herz des Fußballs“ von Hardy Grüne aus der Montagsausgabe des „Kicker-Sportmagazin“, die wir Euch nicht vorenthalten wollen.

Die Erstauflage des Buches ist fast vergriffen, die Nachbestellung aber schon unterwegs und wird Mitte Januar eintreffen. Wer es für Weihnachten haben möchte sollte aber fix bestellen! Und hier gehts zur Bestellung des Buches in unserem Shop.

Suerte, wir man in Montevideo sagt!

 

16. Dezember 2018
von Hardy Gruene
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Weihnachtspost bis zum 19. Dezember bestellen!

Erst ist es noch ganz weit weg, dann tauchen plötzlich überall die Weihnachtsmärkte auf und schließlich wird es dramatisch knapp. Jedes Jahr derselbe Kram – zumindest für einige von uns. Deshalb reden wir heute mal Klartext: wenn ihr für Weihnachten noch aus unserem Shop bestellen wollt solltet ihr das allerspätestens am 19. Dezember getan haben (das ist der Mittwoch), sonst wird’s nix mit Zeitspiel-Segen unterm Tannenbaum!

Neben der aktuellen Ausgabe #13 gibt es im Shop übrigens noch alle Ausgaben von #3 bis #12, einen rasant zur Neige gehenden Restbestand von „Montevideo – Eine Reise in das Herz des Fußballs“ (Nachbestellung läuft schon, kommt aber erst in der zweiten Januar-Hälfte) sowie das Fußballwappenbuch von Hardy. Dazu natürlich die unschlagbaren „Fußballtraditionalist“-Kaffeebecher, mit denen ihr in jeder Diskussionsrunde punkten könnt.

Ach und natürlich unser Weihnachts-Special, bestehend aus Tasse und zwei Ausgaben von Nr. 3 bis Nr. 12 für einen glatten Zwanziger. Von den diversen Abo-Möglichkeiten, einem sich nicht automatisch verlängernden Geschenkabo für ein Jahr sowie einem Probeabo mit zwei Ausgaben mal ganz zu schweigen. Ach, guckt doch einfach mal in unsere Shop.

14. Dezember 2018
von Hardy Gruene
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KLARTEXT: Von Insolvenzen und anderen Pleiten – der Fall Viktoria 89

Von Hardy Grüne

Es ist wie in jedem Jahr. Kurz vor Weihnachten klaffen bei vielen Vereinen plötzlich eklatante Etatlücken, wächst die Insolvenzgefahr. Beim FSV Zwickau sind es irgendwas zwischen 550.000 und 740.000 Euro, beim 1. FC Kaiserslautern spricht man von zwölf Millionen und aus Braunschweig kommen sehr unterschiedliche Signale. Der Insolvenzticker läuft mal wieder auf Hochtouren.

Und dann sind da noch Fälle wie TV Herkenrath, Wattenscheid 09 oder Viktoria 89 Berlin. Vereine, die sich in die fürsorglichen Hände von Geschäftsleuten begaben, die ihnen schöne bunte Bilder von einer Zukunft im Rampenlicht ausgemalt haben. Und dann die Lust verloren. Herkenrath, ein Ort, von dem außerhalb von Bergisch-Gladbach vermutlich niemand etwas gehört hat, dürfte im besten Fall die laufende Saison noch überstehen und dann zu einem Neustart irgendwo auf Bezirks- oder gar Kreisebene aufrufen. Jener Geldgeber, der den kleinen Klub binnen weniger Jahre aus den Niederungen der Kreisebene bis in die Regionalliga West geführt hat, verlor die Lust, und ohne ihn ist in Herkenrath alles nichts. Es steht aber nicht zu befürchten, dass man dort nun in großes Wehklagen ausbrechen wird – dem Heimspiel gegen Köln II wohnten handgezählte 80 Zuschauer bei.

Etwas anders sieht es in Wattenscheid oder Berlin aus. Der frühere Bundesligist Wattenscheid 09 kündigte im Sommer die bevorstehende Rückkehr in die Bundesliga an, nachdem er einen Deal mit einem Technologie-Startup unterzeichnet hatte. Das versprach u. a. eine Fan-App, mit der sich der geneigte Wattenscheid-09-Anhänger seine Halbzeitbratwurst auf die Tribüne liefern lassen konnte. Bevor es richtig losging, kam es jedoch zum Bruch, und nun sind Wattenscheids Kicker schon seit Wochen ohne Bezahlung, wartet man eigentlich nur noch auf den Zeitpunkt des Insolvenzantrags.

Gestern nun Viktoria 89 Berlin. Einer dieser sogenannten „Traditionsvereine“. Ein Begriff, der seine Unschuld verloren hat und zum Kampfbegriff zwischen Traditionalisten und Modernisten wurde. Viktoria 89 wurde 1908 und 1911 Deutscher Meister. Da darf man sich durchaus Traditionsverein nennen. Zugleich ist das aber auch schon ein paar Tage her, und Zeitzeugen dürfte es keine mehr geben. Als Viktoria 89 1982/83 zum letzten Mal vor seiner aktuellen Renaissance in der Oberliga Berlin kickte, lockte man pro Spiel 92 Zahlende an. Irgendwie lag die Tradition da wohl brach.

Auch Viktoria will dennoch nach oben. Dafür gab es zunächst eine Fusion mit einem der größten Nachwuchsvereine Deutschlands. Viktoria 89 lieferte den Namen, Fusionspartner Lichterfelde die Basis. Die Regionalliga wurde erreicht und gehalten. Für den nächsten Schritt suchte man einen „Partner“; sprich einen Investor. Und wurde fündig in … Hongkong. Plötzlich winkte das dicke Geld, war von 90 Millionen Euro die Rede. Neues Stadion, Ausgliederung als Kapitalgesellschaft, Berlins künftige Nummer 3, Perspektive Nummer 2, Nachwuchshochburg. The sky is the limit. Als Vorbilder wurden Hoffenheim und RB Leipzig genannt. Sympathie beim Fanvolk brachte das nicht. Viktoria wurde zum Retortenverein im Traditionsgewand.

Gestern nun kam die Meldung, dass der Partner aus Hongkong vorzeitig die Lust verloren hat und man deshalb einen Insolvenzantrag stellen müsse. Begründung des Vereins: „Aufgrund ausbleibender Zahlungen des chinesischen Investors, der Advantage Sports Union Ltd. (ASU), Hongkong, ist der Verein nicht mehr in der Lage, die auflaufenden Verbindlichkeiten zu decken. Zum Schutz des Vereins war es die unvermeidliche Pflicht des Vorstands, diesen Insolvenzantrag einzureichen.“

Mein Bedauern hält sich in Grenzen. Wer sich in die Hände des Raubtierkapitalismus begibt, muss damit rechnen gefressen zu werden. Viktoria ist ein weiteres Opfer dieser an Verzweiflung grenzenden Aktivitäten, seinen Verein an den längst auch in der vierten Liga grassierenden Turbokapitalismus anzupassen, indem man sich dem Motto „Mehr Geld, mehr Geld, mehr Geld“ unterwirft. Dabei ist die Schraube auch in der Regionalliga längst überdreht.

Bezahlen muss für das finanzielle Harakiri die Basis. Viktoria 89 hat 70 Mannschaften im Spielbetrieb. Während die hochdotierten Regionalligaspieler anderswo unterschlüpfen werden, ist der Spielbetrieb für alle Teams nun gefährdet. Keine Sorge, er wird gerettet werden, da habe ich keine Zweifel. Und das ist auch gut so. Aber wie sieht es mit der Verantwortung aus? „Nunmehr heißt es für unsere große Viktoria-Familie noch enger zusammenzurücken und unseren Traditionsverein für die Zukunft neu aufzustellen. Wir setzen dabei auf euer Vertrauen und wünschen uns, dass wir alle gestärkt aus dieser Situation hervorgehen“, fordert die Führung des FC Viktoria 89 die Mitglieder auf. Dieselbe Vereinsführung, die den Klub mit dem von Anfang an dubiosen Deal erst in die Gefahr gebracht hat. Unnötig in Gefahr gebracht hat?

Fußball ist nicht nur „ganz oben“ aus dem Ruder gelaufen. Super League, 48er-WM, absurde Prämien. Nie war „Brot und Spiele“ so real wie aktuell. Fußball ist auch auf der so romantisierten „Amateurebene“ längst aus dem Ruder gelaufen. Vereine wie Wattenscheid oder Viktoria Berlin werfen sich Spekulanten an die Brust und zerbrechen, wenn sie fallengelassen werden. In Zwickau, Chemnitz, Kaiserslautern etc. ruft man nach der öffentlichen Hand, um den nach jahrelanger Misswirtschaft angehäuften Scherbenhaufen wegzukehren oder redet von „Planinsolvenz“, um die Schulden loszuwerden und bei null anfangen zu können.

Wie wohltuend da der VfB Eichstätt, aktueller Tabellenführer der Regionalliga Bayern. Er verkündete gestern, auf den Aufstieg in die 3. Liga verzichten zu wollen. Wirtschaftlich sei das für den Verein nicht machbar. Als ich das in meinem „Insolvenzticker“ mit „Respekt VfB Eichstätt“ bedachte, kommentierte jemand „ein weiteres Zeichen, dass die Regionalliga Bayern weg muss. Wir brauchen Vereine, die auch aufsteigen wollen“. Keine Frage, der Druck auf die Vereine geht auch von uns aus. Ein Umdenken ist überfällig. Auf allen Ebenen.

13. Dezember 2018
von Hardy Gruene
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Zeitspiel Ausgabe #13: Wendejahre!

Diesmal war die Wartezeit etwas länger – dafür gibt es jetzt erstmals ein Buch über den Fußball in Montevideo in deutscher Sprache! -, doch nun ist es soweit: Zeitspiel-Ausgabe #13 ist da!

Im Leitartikel setzen wir uns diesmal über gleich 46 Seiten mit den Wendejahren 1989 bis 1991 auseinander – drei der wohl spannendsten und folgenreichsten Jahre in der jüngeren deutschen Fußballgeschichte. Dabei geht es u.a. um DFV und DFB, Hansa Rostock, die DDR-Nationalmannschaft, Stahl Brandenburg, den 1. FC Union Berlin, den 1. FC Magdeburg, die Fußball-Woche Berlin, Energie Cottbus, Stahl Eisenhüttenstadt, BFC Dynamo, FC Sachsen bzw. BSG Chemie Leipzig, Kali Werra Tiefenort und SVA Bad Hersfeld, Hooligans, eine gescheiterte DFB-Ligareform, die angehende DFL-Gründung sowie die schönsten Namen aus 40 Jahren DDR-Fußballgeschichte.

Weitere Themen im Heft: Fahnenstreit bei Tennis Borussia Berlin, Bezahlpolitik im unterklassigen Fußball, die Rückkehr von Nîmes Olympique, das Hermann-Neuberger-Stadion in Völklingen, das Moselstadion in Trier, Glanz, Gloria und Gegenwart beim TSV Schwaben Augsburg, die wahre Legende Rot-Weiss Essen, Fußball in Montevideo und vieles mehr.

Bestellung als Einzelheft oder gleich als Abo (zum Beispiel ein sich nicht selbst verlängerndes Probeabo aus zwei Heften).

7. Dezember 2018
von Hardy Gruene
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Weihnachtsaktion: 2 Hefte plus Tasse = 20 Euro

Wir haben ein kleines Weihnachts-Geschenkpaket für euch geschnürt!

Es enthält zwei bereits erschienene Ausgaben (#3 bis einschließlich #12, auswählen dürft ihr selbst) plus einen unserer formidablen Fußballtraditionalist-Bekenntnis-Kaffeebecher für alles zusammen schlappe 20 Euro bzw. 25 Euro im Ausland.
Bestens geeignet, um sich selbst zu beschenken oder aber anderen eine kleine Weihnachtsfreude zu bereiten. Ab sofort bis zum Heiligen Abend hier zu bestellen.