ZEITSPIEL

Magazin für Fußball-Zeitgeschichte

13. Dezember 2017
von Hardy Gruene
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Panama: das unbekannte Fußball-Land

Panama und der große Fußball, das war bislang noch keine allzu erzählenswerte Geschichte. Mit der erstmaligen Qualifikation zur WM hat sich das nun nachhaltig verändert. In unserer gerade erschienenen Ausgabe #10 erzählen wir die Geschichte des Fußballs in einem Land, das seit Langem vom berühmten Kanal geprägt ist und in dem Klubfußball (noch) im Schatten des Baseballs steht. Und doch: seit 1890 wird auch in Panama gekickt, und mit dem San Francisco FC sowie CD Plaza Amadora gibt es sogar zwei äußerst beliebte Vereine mit organisierten Fanszenen.
Zeitspiel gibt es nur im Direkbezug und nicht im Handel. Bezug sowohl des Einzelheftes als auch als Abo hier.

10. Dezember 2017
von Hardy Gruene
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Zeitspiel-Ausgabe #10 jetzt lieferbar

Hey, liebe Zeitspiel-Gemeinde, da ist sie, unsere #10, mit der wir zweistellig geworden sind! An alle Vorbesteller und Abonnenten gehen die Hefte Anfang der Woche auf die Reise (und kommen hoffentlich bis zum Wochenende überall an, Ausland dauert wie gewöhnlich etwas länger). Für alle anderen haben wir noch ein paar Exemplare auf Reserve 😉, die nun gerne hier bestellt werden können.

Nachstehend schon mal ein paar Einblicke in das Heft, das auf 100 Seiten u.a. folgende Themen bietet:
Leitartikel: Dem Himmel so nah – Fast-Bundesligisten
Legende: SV Atlas Delmenhorst
Global Game: Panama
Fanblock: Sparta Rotterdam
Gästekurve: FSV Wacker Nordhausen
Jays Corner: FC Anker Wismar
Was war da los: BSG Aktivist Schwarze Pumpe
Überleben im Turbokapitalismus: SV Spielberg
Mottenkiste: Wartheland, Generalgouvernement, Polnischer Fußball im Untergrund

… sowie die üblichen Rubriken wie Zeitspiel International, Willmanns Kolumne, Krisensitzung, Neues aus dem Unterbau, Wappenstube, Eintagsfliege, Abstauber, Echte Liebe, Collectors Corner, Singing Area, Unverzichtbares Wissen, Buchmacher, Stimme aus dem Kuchenblock etc.

 

6. Dezember 2017
von Hardy Gruene
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Zeitspiel-Kalender 2018

Da ist er, unser ultimativer Jahreskalender 2018! Mit großen Bildern aus der kleinen Fußballwelt u.a. aus Buenos Aires, Prag, Waldhof, Lübeck, Leipzig, Montevideo, Worms, Schweinfurt sowie Delmenhorst. Könnt ihr als Einzelprodukt für 12,50 Euro inkl. Porto bestellen (im Shop unter dem Reiter „Merch“) – oder euch selbst mit einem Weihnachtsabo beschenken, dann gibt es vier Zeitspiel-Ausgaben, den Kalender sowie eine bereits erschienene Ausgabe für insgesamt 44 Euro inkl. Porto. Und hier geht es zum Shop.

 

30. November 2017
von Hardy Gruene
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Ausgabe #10 nun in der Druckerei

Es ist vollbracht! Zeitspiel-Ausgabe #10 ist auf dem Weg in die Druckerei und wird demnächst durch die Maschinen rotieren. Auslieferung an Abonnenten und Vorbesteller in der 50. Kalenderwoche ab dem 11. Dezember.
Wir haben wieder eine bunte Reise durch die Fußballwelt von damals, heute und morgen zusammengestellt. Im Leitartikel „Dem Himmel so nah – Fast-Bundesligisten“ geht es u.a. um den FK Pirmasens, die SpVgg Bayreuth, den Freiburger FC, VfL Osnabrück, Wacker 04 Berlin, den SV Alsenborn, Bayern Hof, den FC Gütersloh, Arminia Hannover, SV Meppen sowie einstigen DDR-Größen wie Motor Werdau, Dynamo Fürstenwalde und Motor Babelsberg, die knapp vor der DDR-Oberliga standen.

Außerdem im Heft:
Legende: SV Atlas Delmenhorst
Global Game: Panama
Überleben im Turbokapitalismus: SV Spielberg
Fankurve: Sparta Rotterdam
Gästekurve: FSV Wacker Nordhausen
Jays Corner: FC Anker Wismar
Mottenkiste: Wartheland, Generalgouvernement, Polnischer Fußball im Untergrund

sowie die üblichen Rubriken wie beispielsweise Krisensitzung, Neues aus dem Unterbau, Zeitspiel International, Buchmacher, Lost Grounds, Collectors Corner, Willmanns Kolumne etc. Erstmals dabei im Heft ist unsere Neuverpflichtung Cavanis Friseur, der ab sofort für Zeitspiel den Blick auf den Unterbau der Premier League in England wirft!

Bestellungen sind ab sofort möglich. Ihr könnte das Heft auch mit einem Probeabo (zwei Ausgaben) verbinden oder gleich das Weihnachtsspecial ordern: Die Ausgaben #10 bis #13, der wunderbare Jahreskalender 2018 sowie eine bereits erschienene Ausgabe nach eigener Wahl für schlappe 44 Euro. Und hier gehts zum Shop.

24. November 2017
von Hardy Gruene
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KLARTEXT Chinas U20 – ein Spiel mit vielen Verlierern

KLARTEXT: Chinas U20 – ein Spiel mit vielen Verlierern

Von Hardy Grüne

Nun also doch: Die Gastspiele der U20-Nationalmannschaft Chinas in der Regionalliga Südwest sind gestoppt. Zumindest vorerst, denn DFB und CFA wollen alles daran setzen, das Projekt fortzusetzen.

Es ist ein Fall, bei dem es nur Verlierer gab. Den DFB, Chinas U20, bestehend aus jungen Männern, die sich am Samstag in Mainz nicht zuletzt vor dem Bannstrahl ihrer politischen Führung haben ducken müssen, die spielwilligen Regionalligavereine, die eine Menge Ärger und Aufwand hatten und nun auch noch um die Prämie von 15.000 Euro gebracht werden. Aber auch die Protestler, zumindest diejenigen, denen es um die Kernidee ging, nämlich die Frage, ob eine Mannschaft aus Asien zum Zwecke der Olympiavorbereitung in einer deutschen Regionalliga mitlaufen darf bzw. soll. Diese Frage ging im Laufe der Woche völlig unter.

Es war ein Projekt, das vom ersten Moment an nicht funktionierte. Ich erinnere mich noch gut, als ich die Meldung hörte und mir sicher war, dass die Satire-Seite „Postillon“ dahinterstehen würde. Dass dem nicht so war machte mich fassungslos. Die Kommunikation seitens des DFB war haarsträubend und erntete den verdienten Protest seitens vieler Fangruppen und auch einiger Vereine. Wer so unsensibel mitten in einer wegen der Aufstiegsfrage ohnehin aufgewühlten Atmosphäre von oben herab ein derart vielschichtiges und auch politisch kompliziertes Projekt mit einem Land, das wegen seines Umgangs mit den Menschenrechten in der Kritik steht, initiiert, darf sich nicht wundern, wenn nichts davon reibungslos funktioniert. Hätte der DFB schon in der Überlegungsphase mit offenen Karten gespielt und sein gemeinsames Anliegen mit China erläutert, statt hinter dem Rücken der Fans und Zuschauer für Fakten zu sorgen, ich bin mir sicher, die Idee wäre mit deutlich weniger Empörung aufgenommen worden.

Die Ignoranz der Verbandsherren für die Sensibilitäten der Fans in den Regionalligen – gebeutelt von schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen, medialem Desinteresse und einer unbefriedigenden Aufstiegsregelung – war damals offenkundig, und sie ist es noch immer. Das belegt die offizielle DFB-Erklärung zur Rückstellung des China-Projektes, in der man sich sichtlich eingeschnappt zeigt. Das Projekt habe „nicht die erwartete breite Zustimmung erhalten“, heißt es da. Von „einigen wenigen Zuschauern“ ist die Rede, die „Botschaften“ setzten, „die von der chinesischen Mannschaft, den Offiziellen, dem Betreuerstab des Chinesischen Fußball-Verbandes und auch den chinesischen Zuschauern als verletzend empfunden wurden“.

Wir müssen jetzt nicht über Meinungsfreiheit diskutieren, das ist in Deutschland Gott sei Dank nicht nötig. Wenn man in China mit dem Anblick von Tibet-Fahnen nicht klarkommt, ist es sicher nicht Aufgabe der deutschen Fußballgemeinde, dafür zu sorgen, dass die buntbedruckten Symboltücher verschwinden. Ich vermute, beim DFB spielte der eine oder andere in dieser Woche durchaus mal mit dem Gedanken, dass das mit der Meinungsfreiheit manchmal eine ärgerliche Sache ist. Wäre doch auch zu schön gewesen, wenn in Mainz neben der schwarz-rot-goldenen einfach nur die rote Fahne zu sehen gewesen wäre und alle fröhlicher Stimmung gewesen wären.

So sehr die Absage zu begrüßen ist, so schal ist der Beigeschmack. Denn es ging längst nicht mehr um die eigentliche Frage – die Teilnahme der Mannschaft an einem Gastspielbetrieb mit den Regionalligisten –, es ging um Tibet. Und um Provokation. Ich bin der letzte, der sagt, Politik habe im Stadion nichts zu suchen. Politik IST im Stadion. Immer und überall. Aber in diesem Fall hat die Politik den Fußball in der Tat benutzt. Und das finde ich bedauerlich. Und zugleich nachvollziehbar. Denn die Tibet-Aktivisten wussten, sie bekommen eine große Bühne für ihren Auftritt. Chapeau dafür, alles richtig gemacht!

Im Regen stehen bleiben die Vereine und auch die engagierten Fans, die gegen die Gastspiele protestiert haben. Denn die Absage erfolgte ja nicht, weil der Wert des Projektes für die Regionalligen hinterfragt wurde. Und die 15.000 Euro hätten Stadtallendorf, Völklingen und Worms wohl auch gerne mitgenommen.

Dass man beim DFB nicht wirklich verstanden hat, zeigt das offizielle Statement, in dem vom „festen Willen beider Verbände, die gegenseitige Verbindung weiter zu stärken“ die Rede ist. Es gehört nicht viel Fantasie dazu, sich vorzustellen, wie genau das ausfallen wird: freundschaftliche Gastspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Dann gibt es auch keine Tibet-Fahnen mehr zu sehen.